Schätze des Waldes

Schätze des Waldes

Letzten Sonntag waren wir im Wald. Dort sind wir nicht oft, eigentlich viel zu selten. Dabei kann man in der Natur so schön die Seele baumeln lassen, Sauerstoff tanken und mal einen Gang zurück schalten. Besonders, wenn man sich auch mal traut, abseits der Wege zu gehen.
Wir waren aber nicht nur deshalb dort, sondern hatten einen ganz besonderen Grund: Pilze! Steinpilze um genau zu sein.

Pilze sammeln, Entschleunigung pur

Pilze sammeln ist etwas besonderes. Man geht los, weiß nicht ob man etwas findet. Es dauert ein bißchen, bis sich die Augen an die Suche gewöhnt haben und die kleinen Kerlchen sind im Laub auch sehr gut getarnt. Deshalb freue ich mich immer über jeden Pilz den ich sehe, auch wenn er ungenießbar ist. Dann sollte es jedoch nicht zu lange dauern, bis sich die ersten Essbaren zeigen.

Wenn man erst mal ein oder zwei Exemplare gefunden hat, muss man wohl oder übel so lange suchen, bis es wenigstens für einen Pilztoast reicht. Für Ablenkungen und Sorgen ist dann kein Platz. Das Gehirn hat Pause.

Wenn ich, so wie letztes Wochenende, sehr viel finde, dann komme ich glücklich und euphorisch aus dem Wald.

Finde ich gar nichts? Dann hab ich zwar nichts zu essen, war aber an der frischen Luft.

Pilze sammeln - Schätze des Waldes - Besserschlemmer

Regional, saisonal, phänomenal

Wenn du noch nie Pilze gesammelt hast, aber Lust dazu hast, dann empfehle ich dir, dich zuerst erfahrenen Pilzsammlern anzuschließen oder eine Pilzwanderung mit Profis (Pilzberater*innen) zu machen. Denn beim Pilze sammeln sollte man sich  nicht auf Bücher oder die neueste App verlassen. Es kann auch sehr viel schief gehen. Nicht nur weil es tödlich giftige Pilze im Wald gibt, es gibt auch Exemplare (Gallenröhrling, auch Bitterling genannt) die wie Steinpilze aussehen aber sehr bitter schmecken und dir dein komplettes Gericht verderben.

Was wohl in manchen Regionen auch angeboten wird, ist der Check der gesammelten Pilze durch die Pilzberatung oder das Forstamt. Das empfinde ich als eine mittlere Katastrophe, da bei dieser Methode einfach zu viele ungenießbare Pilze aus dem Wald geholt werden und dann auf dem Müll landen. Das ist weder nachhaltig noch umweltfreundlich. Wir wollen ja keinen Raubzug durch den Wald machen, sondern nehmen das von der Natur, war wir brauchen und auch verbrauchen können!

Slow Food pur!

Wir haben an diesem Tag knapp 600g Pilze gefunden und hatten Steinpilze, Rotfußröhrlinge und Maronenröhrlinge in unserem Körbchen. Diese besonderen Schätze haben wir uns mit Pasta in einer Hafersahne schmecken lassen.

Nächstes Wochenende gehen wir wieder in den Wald und du?

 

 

 

 

 

 

 

 



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